Christof In einer frühen Phase des Suchens bin ich mit dem Tonband bewaffnet durch die Landschaft gestreift, hier im Ruhrgebiet, und habe das Mikrofon da und dort hingerichtet. Das Ergebnis war eben, dass ich das Gefühl, hatte, das ist nicht der Weg für mich, nicht dieses Abbilden einfach von Industrie und einfach von Geräusch. Das war mirr dann doch zu direkt. Ich wollte nicht abbilden, sondern neue Quellen und Ohrhorizonte entdecken. Ich wollte für mich selber eine andere Interpretation suchen und hatte irgendwann die maschine als solche entdeckt. Ich hatte das Gefühl, dass Geräusch etwas ganz Ursprüngliches ist. Mich faszinierte, dass es mit dieser Maschine, mit diesem Apparat, der es erzeugte, etwas ganz Ursprüngliches war, jedes Mal etwas anderes, etwas Neues, eine nadere Möglichkeit sich damit zu beschäftigen.Wenn man das mit einem elektronischen Begriff bezeichnen will, dann ist das ein Generator, denn ich aber konkret vor mir habe, mit dem ich konkret arbeiten kann, der jedes Mal ein eigenes Leben entfaltet. So ist der Schöpfungsakt des Geräusches immer vor mir präsent. Das fand ich ganz spannend. Das führte dazu, dass ich immer mehr von diesen Maschinen haben, rieb. Das ist vielleicht ein großer Gegensatz zur elektronischen Musik. Da kann man machen, was man möchte. Wenn man sich einmal auf dem Stuhl quer bewegt und die Geräusche aufgenommen hat, kann man eine ganze Sinfonie erzeugen, oder man kann etwas aus dem Radio aufzeichnen, sampeln und weiterverarbeiten. Diese Uferlosigkeit, all diese Möglichkeiten sind ein Gegensatz zu dem, was so ein kleiner Apparat erzeugt. Der ist sehr begrenzt, mechanisch, kann nur das und das leisten, und das ist es dann. Daran muss ich mich reiben, dass muss ich weiterentwickeln, damit muss ich spielen. Aber ich arbeite immer an dem ursprünglichen, orginalen Material, was in und mit diesem Apparat entstehen kann.

 

 
bild: Geräusch-Gestalten-Orchester in Maastricht / Niederlände
 

weitere Kapitel:
(1) Maschinenhalle Teutoburgia
(2) Erste Klangmaschine
(4) Klangwelt der Maschinen
(5) Instrumentenbau ist stets Kulturarbeit
(6) Die besseren Maschinen
(7) Eigenständige Klangsphäre
(8) Zwischen den harmonischen Tönen
(9) Rauschen
(10) Anarchischer Klangraum
(11) Globale Village
(12) Geräusch-Gestalten
(13) Klangorganisation

 

   

Beschreibung der Instrumentenbau
Tiefergehende Beschreibung der künstlerischen Arbeitsweise, vom Instrumentenbau bis zur Komposition

-1 Maschinenhalle Teutoburgia
-2 Erste Klangmaschine
-3 Neue Quellen und Ohrhorizonte
-4 Klangwelt der Maschinen
-5 Instrumentenbau ist stets Kulturarbeit
-6 Die besseren Maschinen
-7 Eigenständige Klangsphäre
-8 Zwischen den harmonischen Tönen
-9 Rauschen
-10 Anarchischer Klangraum
-11 Globale Village
-12 Geräusch-Gestalten
-13 Klangorganisation

Download der PDF-dokumente:
- [PDF] Katalog: Workline

 

 
   

Copyright © 2010, Helix Art vof, All rights reserved