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Christof
In einer frühen Phase des Suchens bin ich mit
dem Tonband bewaffnet durch die Landschaft gestreift,
hier im Ruhrgebiet, und habe das Mikrofon da und dort
hingerichtet. Das Ergebnis war eben, dass ich das
Gefühl, hatte, das ist nicht der Weg für
mich, nicht dieses Abbilden einfach von Industrie
und einfach von Geräusch. Das war mirr dann doch
zu direkt. Ich wollte nicht abbilden, sondern neue
Quellen und Ohrhorizonte entdecken. Ich wollte für
mich selber eine andere Interpretation suchen und
hatte irgendwann die maschine als solche entdeckt.
Ich hatte das Gefühl, dass Geräusch etwas
ganz Ursprüngliches ist. Mich faszinierte, dass
es mit dieser Maschine, mit diesem Apparat, der es
erzeugte, etwas ganz Ursprüngliches war, jedes
Mal etwas anderes, etwas Neues, eine nadere Möglichkeit
sich damit zu beschäftigen.Wenn man das mit einem
elektronischen Begriff bezeichnen will, dann ist das
ein Generator, denn ich aber konkret vor mir habe,
mit dem ich konkret arbeiten kann, der jedes Mal ein
eigenes Leben entfaltet. So ist der Schöpfungsakt
des Geräusches immer vor mir präsent. Das
fand ich ganz spannend. Das führte dazu, dass
ich immer mehr von diesen Maschinen haben, rieb. Das
ist vielleicht ein großer Gegensatz zur elektronischen
Musik. Da kann man machen, was man möchte. Wenn
man sich einmal auf dem Stuhl quer bewegt und die
Geräusche aufgenommen hat, kann man eine ganze
Sinfonie erzeugen, oder man kann etwas aus dem Radio
aufzeichnen, sampeln und weiterverarbeiten. Diese
Uferlosigkeit, all diese Möglichkeiten sind ein
Gegensatz zu dem, was so ein kleiner Apparat erzeugt.
Der ist sehr begrenzt, mechanisch, kann nur das und
das leisten, und das ist es dann. Daran muss ich mich
reiben, dass muss ich weiterentwickeln, damit muss
ich spielen. Aber ich arbeite immer an dem ursprünglichen,
orginalen Material, was in und mit diesem Apparat
entstehen kann.
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bild: Geräusch-Gestalten-Orchester in Maastricht
/ Niederlände |