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Christof Schlägers
Arbeit ist eine Auseinandersetzung mit den Geräuschqualitäten
unserer technisierten Umwelt. Klangerfahrungen aus
dieser Umwelt bilden die Motivation für Instrumentenbau
und Komponieren. Die Technik ermöglicht und prägt
die spezielle Klangwelt seiner Musik. Diese
weiderum reflektiert die Technik selbst, weil Schläger
das Technische ins Ästhetische wendet. Seine
Musik spricht über die Prägung des akustischen
Alltags durch künstliche, technische Klänge,
auch ganz direkt durch die verwendeten Instrumente.
denn die Klangmaschinen sind Produkte künstlerischen
Gestaltens und Produkte von Technik zugleich. Aber
im vergleich zu vielen technischen Produkten des alltagslebens
sind Schlägers Maschinen die besseren Maschines.
Sie sind rational völlig durchdrungen und zweckmäßig
bis ins Detail. Darüber hinaus sind sie beherrschbar,
was man von technischen Produkten und Verfahrensweisen
nicht ohne weiteres sagen kann. Diese verkörpern
oft eine technizistische Ideologie, das Machen des
Machbaren, was auf Kosten einwandfreier oder gar sinnvoller
Funktion und ohne Berücksichtigung negativer
Konsequenzen bestimmter Technologien geschieht, seien
es zu kurz geratene Stromkabel an Elektrogeräten
oder die allgemein bekannten Mängel von Computersoftware,
seien es überdimensionerte Automaten. Christof
Schlägers Klangmaschinen, bei denen Konstruktion
und Funktion im Einklang stehen, könnten somit
als Vorbilder für Technologie dienen in einer
Welt, wo die technologische Entwicklung der zivilsatorischen
vorausgestelt.
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Bild: "Maschinen-Orchester" (O) und "Schellenbaum
und Luft" (U)
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