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Das Rauschen interessiert
mich, ganz klar, auf jeden Fall. Das ist der wichtigste
Impuls für mich, mich mit diesem Objekten zu
beschäftigen, auch wenn nicht alle das Rauschen
erzeugen. Ich hatte immer das Gefühl, in diesem
Rauschen steckt, was drin, etwas Geheimnisvolles,
Unbekanntes, eine eigenartige Fülle, die viellicht
gar nicht so richtig zu erfassen ist. Das fing an
mit der Frage, was ist kosmisches Rauschen, wo entsteht
das? Ich fand den Gedanken faszinierend, dass diese
Aktivitäten von einer unendlichen Zahl von Sternen
sind, die auf uns niederprasseln. Wir hören die
Unendlichkeit, ein Paradoxon, was überhaupt gar
nicht möglich ist, ein Hörbares Unfassbares.
Ich denke, dass auch beim Luftrauschen und ähnlichen
Phänomenen eine glaublich große Zahl von
Molekülen aneinander stoßen und eigene
Formen und Strukturen dabei erzeugen.

Rauschen ist nicht nur etwas
strukturloses. Ich glaube, es gibt kein strukturloses
natürliches Rauschen. Das ist möglicherweise
nur ein Kunstprodukt, eine Kunstidee. Es gibt dazu
eine witzige Geschichte: Mandelbrot, einer derjenigen,
die sich mit der Choastheorie beschäfigt hatten,
nahm als Basis seiner Arbeit die Untersuchung von
Störgeräuschen in Telefongeräuschen.
Er versuchte das zu beschreiben. Als er Formeln, die
er gefunden hatte, die das Knistern und Rauschen in
Telefonleitungen beschreiben, ausdruckte, kam er zu
den Apfelmännchen, zum Beginn dieser fantastischen
Bilder, die wir sehen. Was wir sehen, ist also eigentlich
die Struktur des Rauschens. Das hat etwas Naturhaftes,
das ist die Idee, das Universum befindet sich zwischen
den harmonischen Tönen. Darin ist dieses Rauschen,
diese goße Fülle aus der eigentlich nur
ein ganz kleiner Sektor schön selektiert und
geordnet uns da entgegenkommt, als harmonische Tonfolgen.
Aber das viel größere ist eben dieses rauschende
Universum. |
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Bild: Standzeit (O) und Flatterbaum (U)
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