(Quelle: Harald Opel; Konzert Schwingungen, 01.10.2010,
Herne, Rhein-Herne-Kanal)
Unbekannte, seltsame Klänge, die über dem Wasser
schweben, hypnotische Rhythmen aus Christof Schlägers
Klangmaschinen, die sich zu immer neuen Mustern verweben,
das war "Schwingungen". Dieses Konzert mit Schiffshörnern
ist hier die Keimzelle einer musikalischen Inszenierung
geworden. Ein Staunen darüber, wie elegant profane
Maschinen wirken, wenn sie von ihren technischen Fesseln
befreit und mit neuen Augen gesehen werden. Es entfaltete
sich ein poetische Choreografie, angeführt von sieben
Betonpumpen, die unter der Regie von Marjon Smit und Seta
Guetsoyan standen.
Ein
Funkenregen fiel von den Pumpenauslegern der an kochenden
Stahl erinnerte, begleitet von Bengallichtern die den ganzen
Kanal in rotes Licht tauchten. Immer weitere Akteure tauchten
auf wie die zwei Bagger, die sich laustark eine Art Aluminiumblech-Dinner
Geschichten erzählten oder eine Lock mit lautstarken
Hornsolo die plötzlich auf der Kanalbrücke erschien.
Die Choreografie verwandelte diese Maschinen in futuristische
Schauspieler, die von einer pyrotechnischen Dramaturgie
illuminiert wurden. Es entfaltete sich ein quadratkilometer
großes Gesamtkunstwerk in industrieller Landschaft
und für Momente war sogar einen Hauch von Magie wahrzunehmen.
Das Ruhrgebiet ist voller magischer Plätze, deren Zauber
noch zu entdecken ist.
Presse
"Ein
ungewönliches Konzert - Das ist eine der vielen Sachen,
die man im Rahmen von Ruhr 2010 gesehen haben muss"
- WAZ, 2-10-2010
"bizarre
Instrumente, eine interessante Kulisse. Christof Schläger
und seine Frau Marjon Smit versetzen nicht nur den Kanal
in Schwingungen"
-Der Westen, 2-10-2010