Beschreibung
Das Hornkonzert ist ein Spiel mit der Weite des Landschaftsraumes.
Echos werden von Hügeln oder Gebäuden zurückgeworfen,
ein wirkliches Erlebnis der Raumtiefen. Die langen Laufzeiten
der Signale werden bei dem Konzert zum wichtigen musikalischen
Werkzeug. Das wichtigste sind selbst entworfene Instrumente
aus vielen Schiffshörnern, die der Künstler konstruiert
hat.
Mit zwei, weit voneinander aufgestellten Spielorten, entfaltet
sich die volle räumliche Klangwirkung. Die einzelnen
"Klanginseln" können an festen Orten stehen,
müssen es aber nicht. Eine neue Dimension der Klangraum-Erfahrung
ist möglich, wenn die Klanginseln sich bewegen und
zum Beispiel auf einem Güterzug oder einem Schiff montiert
sind. Einige realisierte Projekte zeigen die Möglichkeiten
des Urbanen Hornkonzertes.
Seine
Eindrücke über die Wirkung der Instrumente beschrieb
Dr. Hanno Ehrler in einem DLF-Beitrag "Hornkonzert
an Kanal":
"..tatsächlich verändert sich die Musik
wenn man sich zwischen den Klangorten bewegt. Die Gewichtung
des Klangeindrucks verschiebt sich hin zu dem Klangerzeuger
dem man sich nähert. Außerdem entstehen sehr
prägnante Echos der durchdringenden Schiffshornklänge,
sie bilden eine eigenständige Schicht der Komposition
die zudem davon zeugt das der Schall weit getragen wird,
den Klangraum den Christof Schläger mit seinem Hornkonzert
aufspannt, umfasst einige Quadratkilometer.
Christof Schläger arbeitet in seinem Hornkonzert zunächst
mit einfachen Strukturen, es sind traditionelle Kompositionstechniken,
zum Beispiel zeitversetzte Wiederholungen wie man sie aus
der Fuge kennt oder ineinandergreifende Rhythmen wie in
der minimal music. Mit raffinierten Variationen und mit
der Verflechtung der Instrumente erzeugt Christof Schläger
eine mehrstimmige musikalische Struktur. Durch die Echo-Effekte
der Landschaft schließlich, gerät das Stück
zu einem komplexen dreidimensionalen Gebilde..."